x

Erwin WEISSKIRCHER
Aktstudie II - Zeichnung - Pastellkreide


verso bezeichnet
Format der Darstellung:
37x16cm, auf Papier 51x35cm.
Ränder beschädigt, verschmutzt, siehe Abbildung.

Künstler
Erwin WEISSKIRCHER, Dr. Weißkircher wurde im Jahr 1917 im siebenbürgerischen Schäßburg geboren. Schon die Matura 1935 wurde für ihn zum „Politikum“. Immer schon versuchten die Rumänen ein Hochschulstudium der „deutschen Minderheit“ zu erschweren. Vor einer, den Kandidaten unbekannten Kommission hatte man zur Matura anzutreten. Von 21 Schäßburger Kandidaten (damals Septimaner) bestanden im ersten Durchgang nur drei, bei der Herbst-Wiederholung weitere sieben. E. Weißkircher war nicht dabei und wandte sich zunächst einem praktischen Beruf zu; dies auf Anraten und im Einverständnis mit seinem Vater Dr. jur. Ernst Weißkircher. Die folgenden Jahre verbrachte er als „Volontär“ in Hermannstadt in der Graphischen Anstalt Kraft und Drotleff. Das angestrebte Ziel war das Erlernen der Fotolithographie. In diese Zeit (1937 - 1938) fällt auch die Ableistung seines Freiwilligenjahres bei einer rumänischen Kavallerieeinheit mit anschließendem Einsatz an der ungarischen Grenze. 1939 ist er in Berlin. Als ausgelernter Fotolithograph (Retoucher) fand er eine Anstellung in einem namhaften Großbetrieb. In Abendkursen bereitete er sich auf das Abitur vor und bestand es auch in verhältnismäßig kurzer Zeit.
Nach dem Krieg lernte er Günther v. Baszel, einen freischaffenden Maler, Studienkollegen von Hans Fronius, kennen. Dieser rät ihm - nachdem er sich einige in der Freizeit entstandene Zeichnungen und laienhaft ausgeführte Bilder begutachtet hatte - an der „Akademie der bildenden Künste“ die Aufnahmeprüfung zu machen. Diese wird auf Anhieb bestanden. Bei Professor Albert Paris Gütersloh verbringt er die ersten vier Semester in der Klasse für allgemeine Malerei, wechselt dann aber zu Prof. Franz Elsner. Bald gehört er der Meisterschulklasse (die vier Besten) an, erlangt den Meisterschulpreis und die Auszeichnung mit der Fügermedaille. 1952 beendet er den Aufenthalt am Schillerplatz als akademischen Maler. Ein Jahr darauf erfolgt die Eheschließung mit seiner Annemarie, einer geborenen Wienerin, mit der er bis heute zusammenlebt.
Erwin Weißkircher verstarb am 08.02.2012 in Hartberg.

Sitemap1