AUSSTELLUNGEN / BIOGRAPHIE :
2002 Hommagen und Paraphrasen GTK - Galerie Tulbingerkogel
Zweite Ausstellung in der GTK – Galerie Tulbingerkogel
2000 Erste Ausstellung in der GTK – Galerie Tulbingerkogel
1992 Dritte Ausstellung in der Galerie Zentrum (Buch).
1989 Zweite Ausstellung in der Galerie Zentrum (Katalog).
1987 Erste Ausstellung in der Galerie Zentrum.
1986 Bekommt vom Pathologen Pro( Dr. Hans Bank! Gelegenheit, in dessen Abteilung im St. Pöltner Krankenhaus zu zeichnen. Es entsteht ein Ölbild und ca. 60 Zeichnungen.
1985 Realisiert Kindheitstraum: beginnt professionelles Handpuppentheater (Kasperltheater) zu bauen.
Seither langsamer Umstieg von Gebrauchsgrafik zur Malerei.
Mietet Atelier in der Nußdorfer Straße.
1979
Gewinnt eine neue Sicht seiner selbst und seiner Umwelt. Beginnt
"seine" Malerei. Geburt seines
Sohnes Lukas (21.Juni).
Neben der Malerei weiterhin Illustrationsgrafik für Werbeagenturen. Besucht viel und oft den Stehplatz der Wiener Oper. (Verbrachte bis heute über 500 Abende dort.)
1976 Ausstellung dieser Bilder in der Galerie Viotti in Turin (Italien).
1970 Beginnt wieder zu malen. Bilder mit vorwiegend sexueller Thematik (eine Art österr. Pop-Art). Orientiert sich an Lindner und Bellmer. Es entstehen in den folgenden sechs Jahren zwanzig Tafelbilder und eine Reihe von Zeichnungen.
1969 Dreht einen 30-Minuten-Spielfilm "Die Wand" auf 35-mm-Material s/w (mit Chris Lohner, Heinz Herki und Ferry Unger). Dieser Film wird als zu konservativ und technisch zu professionell von jungfilm-festivals abgelehnt.
1968 Zieht mit seiner Familie nach Wien-Liesing.
1966 Wieder als freischaffender Illustrator für Wiener Werbeagenturen. Glaubt Film sei sein Medium. Er schreibt Drehbücher.
Geburt seiner Tochter Beate an seinem 24. Geburtstag. Arbeitet wieder als Angestellter Werbegrafiker bei den Werbeagenturen j. Walter Thompson und McCann Erickson.
1965 Übersiedlung in ein Wohnatelier in der Adalbert-Stifter-Straße (Wien 20).
1964 Zieht mit seiner Frau für ein Dreivierteljahr aufs Land, nach Ernstbrunn. Hier entsteht der Radierungszyklus "Umarmungen".
Kündigt in der Werbefirma und heiratet seine Helga (21.12.). Arbeitet als freischaffender Illustrator für alle großen Werbeagenturen in Wien. Daneben entsteht eine Reihe von Bildern im Stil der " Wiener Schule des Phantastischen Realismus".
1962 Malt Portrait von Kammersängerin Leonie Rysanek.
1961 Lernt seine Helga (geb. Bauer) kennen. Hört mit der Akademie auf und nimmt eine Stelle als Gebrauchsgrafiker in einer Werbefirma an, bei der auch sein Vater (Expedit) beschäftigt ist.
1960 Wechselt in die Klasse zu Prof Paris Gütersloh (1887-1973) wo er an "Kreuzigung" und "Christlbild" arbeitet.
1959 An der Akademie der bildenden Künste. Zunächst bei Prof: Sergius Pauser (1896-1970) und seinem Assistenten Hansjörg Vogel. Lernt Mischtechnik (Holbeintechnik).
1957
Zieht aus der elterlichen Wohnung aus und mietet ein kleines Atelier (Philippovichgasse,
Wien 19).
1955
Eintritt in die graphische Lehr- und Versuchsanstalt (Wien 7, Westbahnstraße),
wo er sein zeichnerisches Handwerk bei Prof: Karl Zecho (1896-1965) und Prof
Rudolf Reinkenhof (1905-1980) lernt (vier Jahre).
Heinz
Anger, Landschafter, Porträtist, Stillebenmaler sowie Maler figürlicher
Kompositionen, war seit der Zeit seiner Ausbildung mit ungewöhnlicher
Konsequenz auf der Suche nach dem ihm gemäßen Stil.
Aus
seinem frühen Selbstbildnis blickt er kritisch, auch selbstkritisch heraus, ein
zwar schon Fertiger, aber ein Suchender. Die perfekte Malkunst seines Lehrers
Sergius Pauser steht hinter dem großformatigen Portrait der Tochter Angers:
sein ersehntes Ziel ist jedoch diese unantastbare Malerei nicht, er ist auf der
Suche nach der Wahrheit.
Bäume,
kraftstrotzend, uralt, Symbole langen Lebens, hohen Alters, erdverwurzelt,
weise, sorgsam im Umgang mit dem Gebotenen neben zar- ten, jungen, aufstrebenden
Gewächsen, sorglose, noch unsichere Jugend; ein Symbol von vielen, die sich in
Angers Werk finden.
"Modern"
wollte er sicherlich nie sein, wohl aber durch sein Schaffen erneuernd wirken,
zu Ursprünglichem zurückführen.
Anger
ist unverwechselbar, sein Licht verrät ihn, wie seine Farben, das starke,
unmittelbare, mitunter erschreckende Gelb, das tiefe Blau, das Violett, und sein
Mut zum Motiv, der sich nicht scheut, einen stimmungsträchtigen Fischteich mit
dem Symbol der Sonne zu verbinden.
Anger
ist vor allem Landschafter; ein eminenter Aquarellist, der ganz im Sinne der österreichischen
Tradition häufig das anspruchslose Motiv zum Bildinhalt erhebt: Waldinneres,
schneebedeckte Wege, Kellergassen, Hügellandschaften - seine bevorzugten Motive
liegen rund um Wien, im Wienerwald, im Lainzer Tiergarten.
Einen
seltenen Ausflug in höhere Bergregionen macht er in einem seiner Schlüsselbilder:
vor weiter, blauer Bergkulisse ist ein Weg, der von einem mächtigen Holzgatter,
das einen tiefen lilafarbigen Schatten wirft, verschlossen wird, jedoch nicht
ganz: eine kleine Öffnung bleibt, und durch die Lichtführung betont, auch
Hoffnung; ein Bild, das "Der Weg", oder "Die Hoffnung" heißen
könnte.
So
offensichtlich wie in diesem Bild ist Angers Symbolik nur in seinen
Figurenbilder, wie in seinem großen "Triptychon" Mutter und Kind.
So
sehr Angers Landschaften im Aquarell Landschaften an und für sich sind, so
wenig sind sie es in seinen Ölbildern. Das Licht, zumeist das strahlende
Sonnenlicht, wird verstärkt und zum Symbol erhoben. Angers Landschaften sind
menschenleer; Zeugnisse des Daseins des Menschen
wie
etwa dieser Zaun im oben erwähnten Bild finden sich wohl, nicht aber der Mensch
selbst.
Während
der Maler sich bei der Suche nach der Wahrheit der Natur Waldmüller'schen
Idealen nähert, steht er mit seiner Symbolik van Gogh, Klimt und auch Franz
Wiegele nahe, den Anger für einen der bedeutend- sten österreichischen Maler
überhaupt hält; er fühlt starke Verwandtschaft mit dem Wahrheitssucher
Wiegele, dessen "Abschied von der Jugend" die täuschend freudige
Symbolik zeigt, die Angers Bilder kennzeichnet.
Oberrat
Dr. Regine Schmidt Leiter der Sammlung des 20.jhdt., Österr. Galerie, Belvedere