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Isabella RITSCHL
Ohne Titel 211 - Mischtechnik aus 2015


verso handsigniert,
Format der Darstellung:
abfallend, auf Leinen, gespannt auf Keilrahmen, 145x67cm.

gtk.at
Künstler
Isabella RITSCHL, 1949 in Wien geboren, verstorben 2016.
„Es ist möglich eine neue Wirklichkeit auf der Leinwand zu schaffen.“
„... wo, Bedeutung ist, die an keinen Inhalt gebunden ist.“
„Die Vorstellung schafft ein Bild. Das Bild schafft eine Vorstellung.“
„Bei jedem Bild ist fortwährend eine Entscheidung für eine Möglichkeit zu treffen.“
So äußert sich die malende und zeichnende (Ex-) Ärztin Isabella Ritschl zu ihren künstlerischen Arbeiten. Eine pure visuelle Vorstellung schafft das Bild und das Bild soll in dem Betrachtenden weitgehend vom Inhaltlichen befreite Vorstellung hervorrufen. Und dabei begann die Malerin durchaus gegenständlich, figurativ. Mitte der 90er Jahre gab sie diese Figurationen immer mehr auf. Ein hier reproduziertes Bild aus dem Jahr 1994, ohne Titel, belegt überzeugend diese Phase. Figurative Körperelemente, Beine, Schenkel, Rücken, Brüste und anderes bleiben auch in der freien malerischen Umsetzung zunächst erhalten. Hier wird auch die Faszination von dem Werk Josef Mikls deutlich. 1991 beendete Isabella Ritschl ihre 1984 in der Josefstadt eröffnete ärztliche Praxis. Die Kunst war dabei, unterstützt von ihrem Lebenspartner, die entscheidende Perspektive für diesen Ausstieg. Sie intensivierte ihre Malerei, wurde puristischer. Große, bewegte, beruhigte Farbflächen, oft in Rot, oft mit Schwarz kontrapunktiert. Häufig dringen in das meditative Rot auch schwarze, dynamische Fahrer oder auch dunkle Wolkengitter ein. Empfindungen, Vorstellungen, Assoziationen. Konsequenterweise haben die Bilder von Isabella Ritschl keine Titel. Doch mit einem stärkeren Einstieg in den Kunstbetrieb, der geplant ist, wird sie auch zu Titeln kommen. GaleristInnen, HändlerInnen, KäuferInnen werden sie dazu drängen. Heute überzeugt ihre Malerei aber „o.T.“.
Dr. Dieter Schrage, 2002 in Medizin und Kunst Band I , ISBN 3-9010-4041-2

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