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Robert ZEPPEL-SPERL
Hyperion - Zeichnung - Tusche


handsigniert,
datiert: 1978
Format der Darstellung:
44x29cm, auf Papier, geklebt in Passepartout, 56x40.5cm.

Künstler
Robert ZEPPEL-SPERL,, geboren 19. März 1944 in Leoben, Steiermark; verstorben 25. Februar 2005 in Wien) war ein österreichischer Maler. Er war Mitglied der Wiener Secession und Mitbegründer der Wiener Künstlergruppe Wirklichkeiten. Robert Zeppel-Sperl studierte Anfang der 1960er-Jahre an der Akademie der bildenden Künste Wien (Professoren Maximilian Melcher und Max Weiler). Im Mai 1968 hatte er im Rahmen der legendären Sezessionsausstellung „Wirklichkeiten“ den ersten großen Erfolg. Initiiert von Otto Breicha, verdeutlichte die Ausstellung mit 5 weiteren Künstlern (Wolfgang Herzig, Martha Jungwirth, Kurt Kocherscheidt, Peter Pongratz, Franz Ringel) den damals stattfindenden Umbruch in der österreichischen Malerei hin zu einem neuen, erweiterten Kunstbegriff. Vor 1968 prägte der Phantastische Realismus die österreichische Identität, war so etwas wie Staatskunst. Daneben gab es die Gruppe um die Galerie nächst St. Stephan - auch die (mit Künstlern wie Hollegha, Mikl, Prachensky) nahezu eine Institution. (Die Aktionisten waren erst ab dem Juni 1968 durch die berühmte „Uni-Ferkelei“ in aller Munde.) Dagegen lehnte sich die Gruppe „Wirklichkeiten“ auf. Robert Zeppel-Sperl: „Wir haben gesagt: Das interessiert uns nicht, wir machen unser eigenes Zeug; ohne Rücksicht auf Stilunterschiede. Rein formal habe ich ja zum Beispiel mit dem Pongratz nicht sehr viel zu tun, aber vom Kopf her schon. Das war das Wichtigere.“ Robert Zeppel-Sperl integrierte in seine Malerei Einflüsse von Alten Meistern wie z.B. Hieronymus Bosch, aber auch zeitgenössische Elemente der internationalen Kunstwelt, die sich von der damals vorherrschenden Abstraktion einer neuen Gegenständlichkeit zuwandte. Auch die Ideenwelt der Comics war ihm ein Anliegen. Die Sujets des Flowerpower mitsamt den Beatles und freizügigen Frauengestalten, aber auch sozialkritische Themen fanden sich in seiner Bilderwelt ebenso wie das Lebensgefühl, die Fröhlichkeit und Unbekümmertheit der 1960er und frühen 70er Jahre. 1969 übersiedelte er nach Venedig, wo ab 1995 in Murano mehrere Glasskulpturen für die Glasmanufaktur Berengo entstanden. Ab 1977 lebte Zeppel-Sperl mindestens 3 Monate im Jahr in den USA, ehe er ab 1991 sein Atelier in Bali einrichtete. Seither pendelte er regelmäßig zwischen Bali, Wien und Venedig. Die Kontakte mit neuen Orten und Kulturen brachten jeweils Veränderungen in seinem künstlerischen Schaffen, das durch einen enormen Ideenreichtum gekennzeichnet ist. So war es die Begegnung mit der balinesischen Kultur und Religion, die Robert Zeppel-Sperl ab 1989 dazu brachte sich mit neuen Motiven, aber auch neuen Techniken auseinanderzusetzen. Er begann die „Abklatschtechnik“ in seinen Bildern einzusetzen, was im Gegensatz zu der sonst angewandten, zeitintensiven Lasurmalerei stand. Seinen Geist der Erneuerung und der Eigenständigkeit hat er schon in jungen Jahren dokumentiert.

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